Der Schlaganfalldatenbank liegt das Prinzip eines "Datawarehouse" zu Grunde. Wegen der Heterogenität der Systemlandschaften im Krankenhaus auf der einen und der zunehmend komplexen zum Teil fach-, regional- und anbieterspezifischen Anforderungen an die Datenhaltung auf der anderen Seite wurde eine eigene Datenbank einschließlich einer Oberfläche entwickelt.
Über eine unidirektionale Schnittstelle können mit einem programmierbaren Gateway auf alle Daten nach dem HL7 Standard zugegriffen werden, so dass keine Eingriffe in die Abläufe des proprietären Systems notwendig sind. Mit Hilfe des User Interfaces kann der Anwender die Daten einsehen und ergänzen. Dabei wird er durch die nahezu freie Konfigurierbarkeit von Pflichtfeldern und Routinen, die die Vollständigkeit der Dokumentation überprüfen, unterstützt.
Die externe Qualitätssicherung wird durch eine entsprechende Exportfunktion abgebildet, die zukunftssicher angepasst oder um weitere Module erweitert werden kann. Der Auswertung auf verschiedenen Ebenen- auch Online (OLAP) - sind durch die Architektur kaum Grenzen gesetzt. Die Datenbank wird noch um ein Modul, das "Expertensystem", erweitert, in dem Behandlungspfade voreingestellt werden, die dann den Anwender prospektiv unterstützen. Die Verbindung zum OLAP Modul stellt die "Lern-" und Anpassungsfähigkeit des Systems sicher: Abweichen von vorgegebenen Qualitätsindikatoren werden dem Anwender zeitnah aufgezeigt. Damit wird zunehmend eine antizipative Qualitätssicherung die retrospektive ablösen.
Mit dieser Architektur besteht im übrigen keine Beschränkung auf etwa die Neurologie. Durch Anpassen des Gateways und konfigurieren der Datenbank kann das System auf beliebige andere Versorgungssysteme adaptiert werden. Dabei ist die zukunftssichere Kompatibilität durch die Beachtung der Standards nicht in Frage gestellt. Lediglich das Expertensystem als eigenständiges Modul bedarf der ständigen Anpassung und Weiterentwicklung, soweit es für die Anforderungen notwendig ist.